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ZWILLINGE

LAUDATIO VON IWAN MATRJOSCHKIN, ESQ.

Mit Zwillingen meine ich 1. Michail Fradkow,  vor kurzem Russlands Regierungschef  geworden, und 2.Horst Köhler, Deutschlands designierter Präsident. Zwar sind sie in vielem unterschiedlich (Fradkow ist dicklicher und untersetzter) aber, glauben Sie mir, Ihrer durch sowjetische Erfahrung gewitzten Pythia, die  Gemeinsamkeiten wiegen schwerer. So sind beide in gewissem Sinne etwas fremd im eigenen Lande. Fradkow, weil er Jude ist. Köhler, weil seine Eltern aus Rumänien stammen und er selber im polnischen Schlesien geboren wurde. Aber was soll es? Die russischen Bürger jüdischer Herkunft sind die glühendsten russischen Patrioten, das bleiben sie oft auch nach der Auswanderung. Auch die Deutschen aus Osteuropa lieben ihr eigentliches Vaterland mehr als die im Vaterland geborenen Deutsche. Joschka Fischer ist das beste Beispiel dafür.

Nur logo also, dass die beiden in ihrer Selbstvorstellung ihre heiße Liebe zum Heimatland hervorhoben. Und ihre ungestillte Sehnsucht danach in den  Jahren des Auslandseinsatzes (Herr Köhler in Übersee, Herr Fradkow in Brüssel).    

Nicht weniger wichtig ist das andere Gemeinsame. Beide aus Provinz gekommen, sind sie jetzt wahre Männer von Welt. Sie tragen ihre Designerfracks , als wäre die Eleganz ihnen in die Wiege gelegt. (Wie ich einen Frack tragen würde, hätte ich einen). Sie sprechen fremde Sprachen als hätten sie diese von Kindesbeinen intus (wie ich sprechen würde, hätte ich diese gelernt). Sie reden und schreiben gewählt und präzise (wie ich; davon können Sie sich, meine Freunde, an Hand dieser Laudatio überzeugen).

Viel wichtiger für unsere in tiefster Freundschaft verbundenen Völker ist aber ihre Einstellung zum Lebenselixier unseres Lebens: zum Geld. Beide wissen, was es ist: das liebe Geld! (Ich weiß es auch, dennoch habe keins). Horst Köhler erfuhr es auf dem Posten des Präsidenten des Internationalen Währungsfonds (einer Einrichtung, die das Geld jenen leiht, die es so einsetzen, dass die Geldgeber damit zufrieden sind).  Michail Fradkow drang in die Geheimnisse des Geldwesens als Chef der russischen Steuerbehörde ein (einer Institution, die das Geld jenen  nimmt, die  nicht Michail Chodorkowski heißen).

Und beide verfügen jetzt über gute Drähte zu den dicksten Geldsäcken der Welt, die vermutlich für sie insgeheim mitgestimmt haben.

Verständlicherweise sind  die beiden Neulinge auf dem politischen Parkett glühende Reformer. Wie Michail Fradkow für Russland, verspricht  Horst Köhler für Deutschland dafür zu sorgen, dass die Reformen, von denen wir alle bereits einen süßen Vorgeschmack haben, konsequent weitergeführt werden. Koste es, was es wolle. 

Ich bin auch sehr dafür. Vor allem deswegen, weil die beiden unisono versicherten,   sich in ihren neuen Ämtern für die Belange der Armen einzusetzen. Ich glaube ihnen  aufs Wort! Was bleibt mir anderes übrig?

Und wenn ich mich trotzdem  entschloss, unverzüglich in den Arbeitskampf  mit dem Ziel einzutreten, von der als   Kassenwart unseres Konzerns amtierenden Holzpuppe (gucken Sie bitte die widerliche Visage an: ) eine Gehaltserhöhung zu erzwingen, dann ist es nur darauf zurückzuführen, dass  der Kneipenwirt meiner Stammkneipe (siehe unten) die Wahl der Herren falsch gedeutet hat. Er kündigte höhere Preise für sein mieses Bier an.  

Iwan Matrjoschkin, Esq. 24.5.04, Berlin, Kneipe «Sonnenschein» in  Prenzelberg. 

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DER KURZE VORTRAG VON IWAN MATRJOSCHKIN, ESQ., AM STAMMTISCH DER KNEIPE "SONNENSCHEIN", BERLIN, PRENZELBERG . GEHALTEN AM ABEND JENES TAGES, AN DEM DIE INAUGURATION DES RUSSISCHEN PRÄSIDENTEN WLADIMIR PUTIN IM KREML STATTFAND. 

Betrachten wir, sagte einleitend I.M.,Esq., den feierlichen Akt vor dem Hintergrund der sowjetischen Geschichte.

Unter dem Sowjetstern war vieles (nicht alles) anders als unter dem rehabilitierten russischen zweiköpfigen Adler.  Im Normalfall ging die Macht damals  erst nach dem Todesfall von der ersten Person im Kreml an den Nachfolger über. Wie in jeder wohlgeordneten Monarchie. Und wie in jeder wohlgeordneten Monarchie gab es   Ausnahmen.  Aber selten!

Die Inauguration als ein Fest gab es nicht. Verständlicherweise. Was gab es staatlich zu feiern, wenn ein vielgepriesener Staatschef (vielgepriesen wurden sie alle, solange sie lebten ) starb. Da galt es zu trauern. Zwar empfand das Volk wenig Trauer, sondern eher verhaltene Genugtuung, dass es den, der ihm durch seine ständige Präsenz im Rundfunk und in den Printmedien auf den Wecker ging, endlich erwischt hat. Aber äußern dieses Gefühl durfte man nicht. Gott behüte!

Da der Nachfolger auf den Tod des Vorgängers warten musste und der Tod sich nicht immer wunschgemäss einstellte, riss mitunter der Geduldsfaden. Dann kam es eben zu einer Ausnahme. So wurde 1964 Nikita Chrustschow gestürzt, der nicht nur zählebig, sondern auch zappelig war. Anstatt ruhig im Kreml zu sitzen, fuhr er hin und her und machte idiotische Vorschläge wie zum Beispiel die Züchtung von Mais am Nordpol.

Leonid Breshnew, der ihn beerbte, war dagegen ein ruhiger Mensch. Ein Gourmet und Bonvivant. Und Sammler von teuren Automobilen.

Er regierte 18 Jahre. Als er endlich starb, beschloss die durch zu lange Wartezeit ermattete sowjetische Führung, nur solche Staatsmänner an die Spitze zu lassen, deren Lebenserwartung sehr kurz war. Etwa ein Jahr. So geschah es auch. Nach Breshnew kam der bereits vom Tode gezeichnete Antropow zum Zuge, danach Tschernenko, der so schwach war, dass er, wenn abgestimmt werden musste, fremde Hilfe brauchte, um die Hand zu heben.

Nach der Erfahrung mit den beiden fand allerdings wieder ein Umdenken statt, da das öffentliche Leben des Landes zusehends zu einer Kette von Staatsbegräbnissen verkam.

So gelangte Michail Gorbatschow zu Ehren und Würden. Seine damaligen Kollegen hielten ihn für einen harmlosen Schwätzer. Sie irrten sich aber!  

Deswegen wurde er abgelöst. Von Jelzin. Wobei die Ablösung  putschartig vollzogen wurde.  

Jelzin brachte es fertig,  dem Volk einen Ванька-Встанька (eine Stehaufpuppe) vorzuspielen. Mehrmals ging es durchs Land: es ist geschehen. Denkst du. Nach jedem Herzinfarkt kam er wieder in alter Frische. Und soff  wieder wie ein Loch. 

Folgen wir dem guten Beispiel, sagte an dieser Stelle I.M., Esq. Und prostete auf die Gesundheit des gegenwärtigen Kremlchefs, Wladimir Putin, der ganz anders als seine Vorgänger sei. Erstens, jung. Zweitens, kerngesund. Drittens, zieht in den Kreml nicht wie ein Dieb, sondern feierlich ein. Also veranstaltet richtige Inaugurationen. Mit vielen Gästen, mit dazugehörigen Ritualen und Absichtserklärungen. 

Die Stammtischbrüder prosteten Iwan Matrjoschkin zu, der ihnen vorsorglich sagte, der neue Kremlchef überlege neben andere Wohltaten auch den Bierpreis in Russland  zu senken. Im Zuge der Anhebung der Lebensqualität der Russen. Und alle Kneipiers, die mit Bier wuchern, will er nach Sibirien  verbannen.

Der Kneipier von "Sonnenschein", der Ausführungen verstohlen lauschte, erblasste zusehends. 

Allerdings sprach Iwan Matrjoschkin, Esq. weiter, es gibt in Russland auch Subjekte, die nostalgisch  an die Zeit, denken, als Russland  von kranken und senilen Menschen regiert wurde. Denn diese konnten zwar nichts Gutes bewirken, aber ganz Schlimmes auch nicht.

Zum Beispiel der schon erwähnte Breshnew. Von ihm wurde bekannt, dass er in den letzten Jahren seiner Regierungszeit alles durcheinander brachte. Als sein engster Mitkämpfer, Arvid Pelsche, starb, mahnte er in einer Politbürositzung seine Beisitzer zu mehr Anstand. "Als ich hinter dem Sarg des Genossen Pelsche herging, fing er an... legte dann eine längere Denkpause ein und fragte unvermittelt: Ja, wo ist er denn? Warum kam er nicht zur Sitzung?". Dann besann sich Leonid Iljitsch und fuhr fort: "Also, das Begräbnis war sehr feierlich und die Musik auch gut. Aber ich frage mich, warum mir als einzigem einfiel, die Genossin Pelsche zum Tanz aufzufordern, als das Orchester einsetzte? Gibt es in unserem Milieu keine Kavaliere mehr?". Und er ließ seinen wirren Blick über die verdutzten Gesichter seiner Mitkämpfer wandern...

10.5.04.

Matrjoschkins Osterweiterung

Unser Abgesandter am Stammtisch  in der Kneipe „Sonnenschein“, Berlin, Prenzlauer Berg, Iwan Matrjoschkin, Esq., bittet ums Wort. Er behauptet, er hätte der EU- Osterweiterung bereits am Stammtisch vorgegriffen.

Und zwar, sagt er, damit, dass er einen Polen unweit der Kneipe „Sonnenschein“ angesprochen und in die Kneipe eingeladen hätte . „Ich räumte ihm einen Platz neben mir. Der Pole guckte sehnsüchtig auf die gefüllten Bierkrüge. Da ich gerade blank war, appellierte ich an die Stammtischbrüder, ihm den leicht an seinen Augen ablesbaren Wunsch umgehend zu erfüllen. Sie beeilten sich aber nicht. Lauter Sozialhilfeempfänger, dachten sie offensichtlich zuerst mal an sich. Denn mit einem Maß gaben sie sich nicht zufrieden. Es mussten mindestens zehn sein.

Ich nahm wahr, dass der Pole, der Deutsch nicht sprach oder nicht sprechen wollte, sich immer mehr ärgerte. Ich deutete den Stammtischbrüdern an, dass ich mich  für sie schämte. Sie aber guckten weg.

Die Lage wurde immer peinlicher, immer dramatischer. Auch angesichts der historischen Verantwortung Deutschlands vor Polen. Russlands Verantwortung übrigens auch. Denn mein Herkunftsland hat Polen auch arg zugesetzt. Als Hitlers stiller Verbündeter, der 1939 an der Zerstückelung Polen teilnahm. Und auch nach dem Zweiten Weltkrieg, als es die Ostgebiete Polen behielt. Wofür Polen mit Ostgebieten Deutschlands allerdings entschädigt wurde.

Aber lassen wir die Historie, kehren wir wieder zur peinlichen Situation am Stammtisch zurück, wo alle dem Polen gegenüber zwar Freundlichkeit mimten , sein Bierchen aber nicht bezahlen wollten.

Verzweifelt sah ich keinen anderen Ausweg als Hinwendung zum Kneiper, obwohl ich den Geizhals verachte. Ich  sagte  ihm, in dieser Situation muss er Brüssel spielen. Eine kleine Subvention her!

Der Geizhals winkte aber ab. Er sagte, ich stünde bei ihm sowieso tief in der Kreide. Und er denke gar nicht daran, noch meine hergelaufenen Kumpanen anzuschreiben. Einen Poljacken sowieso nicht.

Da sehen Sie, liebe Matrjoschka- Freunde, dass die Aufklärungstätigkeit der Bundesregierung doch nicht so gut war, wie sie  sein sollte. Und  Willy Brandt könnte sich sparen, vor einem Denkmal in Warschau zu knien. Es gibt noch in Deutschland Subjekte, die sich durch nichts beeindrucken lassen.           

Faschisten, hole sie der Deibel!

Was tun ?- wie Lenin zu sagen pflegte. Es blieb mir nichts übrig, als sich still davon zu schleichen. Was ich auch tat , indem ich vortäuschte, eine Toilette aufsuchen zu müssen.

30.4.04 

MIR ZU EHREN HABEN DIE RUSSEN EINEN NEUEN WODKA KREIERT“

IWAN MATRJOSCKIN, ESQ., BERICHTET AN URBI ET ORBI :    .

Hiermit wende ich an meine unzähligen Freunde. Vor allem aber an meine Stammtischkameraden  in der Kneipe „Sonnenschein“ zu Berlin, Prenzelberg. Aber auch an die weiblichen Puppen des Konzerns „Matrjoschka-online.de“, die sich unterstellen, über meine Person böse Gerüchte in die Welt zu streuen.

Worum geht es ?

Nach jahrelanger und angestrengter, fast könnte man sagen  Stoßarbeit, entwickelte  der florierendste Zweig der russischen Industrie einen neuen Wodka. Den besten weit und breit. Den russischsten aller Wodkas. Und das will was heißen!

Selbstverständlich brauchte das neue Produkt  einen zugkräftigen Namen. Um diesen zu wählen, wurden die kompetentesten  PR- Experten Russlands engagiert. Sie unterbreiteten etwa fünfundzwanzig Vorschläge. Die meiste Zustimmung fand derjenige, den  Wodka mir zu  Ehren zu benennen.

Da aber Russland ein demokratisches Land   ist, wurde im Kreml beschlossen, die Öffentlichkeit des Landes    danach  zu fragen, ob sie es für richtig hält, die Spitzenleistung Russlands nach Iwan Matrjoschkin, Esq., zu taufen. Von einer Volksbefragung hat man allerdings nach einer Debatte abgesehen. Schließlich gehen die Russen demnächst daran, ihren neuen (alten) Präsidenten zu wählen. Ein Referendum über die Namensverleihung könnte die  Wahlbeteilung, die ohnehin nicht hoch erwartet wird, noch tiefer drücken. Denn welcher Russe würde es sich nehmen lassen, sich mit dem Wodka zu beschäftigen. Die anstehende Präsidentenwahl könnte er dagegen ruhig vergessen.

Angesichts dieser Lage wurde eine „тройка“, ein Dreier - Ausschuss gebildet, der die Meinung des amtierenden Präsidenten, aber auch seiner beiden Vorgänger über die Wodkanamensverleihung  in Erfahrung bringen sollte.

Im Folgenden wird ein Brief aus Moskau  an mich zitiert, der die Tätigkeit des Ausschusses  schildert:    

„Boris Jelzin ließ uns auf Anfrage wissen, er sei gern bereit, uns zu empfangen. Als aber die Audienz begann, musste wir mit Entsetzen feststellen, dass der Ex- Zar Boris, wie die Russen sagen, лыка не вяжет. Auf Deutsch heißt es, er war schon blau. Der Corpus delicti stand auf dem Tisch. Es war eine Literflasche von „Stolitschnaja“, also der Wodkasorte der unrühmlichen Sowjetzeit, zu ¾ bereits geleert.

Nichtsdestoweniger füllte  Boris Nikolajewitsch sein  Gläschen, hob dann den Zeigefinger und sagte „Na sdorowje!“, was in dem Falle hieß, auf  Ihr Wohl, sehr geehrter Iwan Matrjoschkin, Esq. „Wo ist der Star unter den russischen Politologen   jetzt?“ fragte   Putins Vorgänger. „Aha, in Berlin“. Und da fiel der Groschen. Jelzin wurde jovial und gesprächig und schilderte in allen Einzelheiten, wie er vor dem Roten Rathaus der deutschen Hauptstadt ein Polizeiorchester dirigierte. Beim Abschied sicherte er uns zu, er hätte Sie in guter Erinnerung und nichts einzuwenden, wenn die neue Wodkasorte nach Ihrem Namen getauft wird. Allerdings unter einer Bedingung:  Wenn die Sache gelaufen ist, soll er einen Kasten davon geschenkt bekommen.

Der nächste russische Staatsmann, den wir  aufsuchten, ging in die Weltgeschichte vor allem als erbitterter Wodkagegner ein.  Desto wertvoller war seine Zustimmung zur Benennung den neuen Wodka nach Ihnen, Herr Matrjoschkin.  Jelzins Vorgänger  ließ es sich nicht nehmen, uns seinen Standpunkt in einem langen Vortrag zu erläutern. Dabei geriet  er  etwas durcheinander, so dass sich  nur sein Lieblingsausdruck „ Процесс пошел!“, „der Prozess ist gestartet“ aus dem Wortschwall herausschälte.

Da wir keine Gelegenheit hatten, eine Frage zu stellen, gaben wir uns auch mit diesem  Bescheid zufrieden. Allerdings, als wir gehen wollten,  besann sich der Hausherr  anscheinend auf den Anlass  des Besuches. Er schlug sich mit der Handfläche auf die Stirn, gerade dort, wo ein schwarzer Fleck diese zierte, und sagte. „Matrjoschkin? Den kenne ich bestens. Zweifellos soll die neue Wodkasorte nach ihm genannt werden. Aber auch eine neue Limonadensorte! Abgemacht?“

Unseren Rundgang beendeten wir im Dienstzimmer des amtierenden Präsidenten. Zuerst wollte er uns nur 2O Minuten seiner knapp bemessenen Zeit schenken, aber dann schwelgte er so lange in den Erinnerungen an ein Gespräch mit Ihnen im Kreml, dass  die Audienz auf eine volle Stunden ausgedehnt wurde. Im Vorzimmer warteten geduldig Minister und Botschafter, dennoch sprach und sprach er, normalerweise für seine energische und wortkarge Rede bekannt. Er würdigte Ihre Intelligenz, Belesenheit und moralische Integrität. Zwar verschwieg er nicht, dass er, selbst fast  Abstinenzler, es nicht billigen kann, dass Sie so oft in der Kneipe „Sonnenschein“ sitzen. Sein Geheimdienst hätte ihm sogar Fotos geliefert, wie Sie am Stammtisch  Witze erzählen. Er stehe zwar voll und ganz hinter der Produktion des neuen Wodkas, der Russland helfen soll, seine  führende Position  in der Welt zurückzugewinnen. Dennoch hätte  er Zweifel, ob die vorgeschlagene Benennung des neuen Spitzenprodukts  Russlands,  Sie,  Eure Lordschaft, nicht dazu verleiten würde, zu viel Alkohol zu konsumieren. Als wir ihm aber eröffneten, dass Sie jetzt nur Bier trinken und auch dieses vom unehrlichen Kneiper stark verdünnt, ließ er alle Bedenken fallen. In unserer Anwesenheit unterschrieb er den Ukas, den neuen Wodka  nach Ihnen zu benennen. Jetzt steht dem Siegeszug des Matrjoschkin Wodkas durch die ganze Welt nichts im Wege. Wir gratulieren.“

Das war der Wortlaut eines Briefes, den ich aus Moskau erhalten habe. Dem Brief lagen die  Abbildung bei. 

26.2.04

 

 

DIE GELBE GEFAHR ...

...diagnostiziert für Russland  das Forschungszentrum „Iwan Matrjoschkin, Esq.“ des Konzerns www.matrjoschka-online.de. Die Analyse, die zu diesem Ergebnis führte, gab Iwan Matrjoschkin in seinem  viel beachteten Vortrag am Stammtisch der Kneipe „Sonnenschein“, Berlin, Prenzelberg bekannt. Hier die Thesen:  

1.Die Wirtschaftsmacht China entfaltet sich mit einer Wucht und Nachhaltigkeit, die Russland immer weiter abfallen lassen. Vergleichsweise ist Russland mit seinem jährlichen Produktionszuwachs von sieben Prozent eine Schnecke, China dagegen ein Igel. 

Vor 20 Jahren entfiel auf China gerade mal ein Prozent der Weltproduktion. Heute erreicht sein Anteil bereits  sechsmal mehr. Nicht berauschend? Aber das Tempo, das Tempo! Bereits 2005 soll China, das jetzt etwa so viel produziert wie Italien, mehr als Frankreich auf den Markt werfen.  

In den chinesischen Banken sind 316 Milliarden Dollar akkumuliert. Nur Japan hat größere Dollarreserven. Das sind keine Erdöldollar wie die russischen. Das sind Dollar von  stark diversifizierter Ausfuhr. Auch von mittleren und Kleinunternehmen verdient (zu 50 Prozent). Deshalb hängt China viel  weniger  von der Weltkonjunktur ab als Russland.  

2. China bietet in der Ökonomie den USA  Paroli.  Russland  träumt davon, Portugal einzuholen. In zehn Jahren. Bestenfalls. China holt in fünfzehn Jahren die USA ein.  

Das sage ich Ihnen voraus, obwohl die weiblichen Holzpuppen mich als Kassandra verleumden.  

(Starke Unmutsäußerungen am Stammtisch. Iwan Matrjoschkin  bedankt sich für die Solidarität, mahnt aber zur Ruhe).  

3. China erobert Russland von innen heraus. Am Horizont zeichnet sich die Gefahr der Einnahme des russischen Fernen Ostens und Ostsibiriens durch die Einwanderung der fleißigen und disziplinierten gelben Ameisen ab. 1997 gab es in Russland nur 22 Tausend Chinesen. 2002 bereits drei Millionen zweihundertzwanzig Tausend. Die Chinesen sind schon die vierstärkste Bevölkerungsgruppe in Russland (nach den Russen, Tataren und Ukrainern).  Geht es so weiter, werden sie zur Mitte des Jahrhunderts in Russland  zahlreicher als die Russen. Das einst rote Russland wird gelb.  

Einmal eingereist, wollen die Chinesen nicht zurück. Sie können in Russland leichter satt werden. Weil sie das essen, was die Russen nie in den Mund nehmen. Zum Beispiel, Frösche.   

(Ein Zuhörer: „Frösche werden von den Franzmännern gegessen!“. Matrjoschkin, Esq. : „Dann essen sie Kröten. Die sind in Russland auch umsonst zu haben“.)            

4. Zwar ist Russland militärisch stärker als China, das hat aber keinen Wert.  In einem militärischen Konflikt verliert  Russland   am ersten Tag, weil sich eine Milliarde Chinesen  der russischen Streitmacht ergeben. Wer soll sie bewachen?   

5.Nach Russland kommt die EU an der Reihe. In Brüssel wird ein chinesisches Team  schalten und walten!. Wollt ihr,  Fritze, das?  

(Unruhe am Stammtisch. Auf verschiedene Weise geben die Stammtischbrüder kund, sie möchten keine Chinesen in Brüssel).  

6.Der Kneipier von Sonnenschein wird an diesem Tag mit Bambusstöckchenschlägen an nackten Fersen behandelt.  

(Zustimmung am Stammtisch).  

Ja, das ist nicht schlimm. Schlimm aber, dass wir dann nur chinesisches Bier serviert bekommen.   

(Allgemeines Entsetzen am Stammtisch).  

7. Wo bietet sich der Ausweg?  Das frage ich, Iwan Matrjoschkin, Esq.  

Wie geschossen kommt die Antwort: „Wir wollen unseren Kaiser Willem wieder hab’n!“. Am Stammtisch wird „Deutschland, Deutschland über Alles, über Alles in der Welt“  gesungen...

26.5.04.    

IWAN MATRJOSCHKIN, ESQ., MAHNT  PROFESSOR HARTZ  

Lieber Prof.,  

ich wende mich an Sie  als ein Mann der Wissenschaft an einen Mann der Wissenschaft.  

Die Idee, an Sie zu schreiben,  kam mir, als ich gestern Abend an meinem Stammtisch in der Gaststätte „Sonnenschein“, Berlin, Prenzlauer Berg, saß und Punkt für Punkt meinen Kumpeln            den von Ihnen entworfenen Fragenkatalog vorlas und sogleich die Antworten hineinschrieb. Zwar ist es hier in Deutschland nicht üblich, die Vermögensverhältnisse zu offenbaren, es sei denn einer dafür autorisierten Behörde, aber ich bin bei uns an anderes gewöhnt gewesen.  In der ehemaligen Sowjetunion durfte jeder von jedem erfahren, wie derjenige lebt, was er verdient, mit wem er pennt. Verweigerte der andere  die Auskunft,  wurde er  in einer Partei -oder, wenn kein Parteimitglied, in einer Gewerkschaftsversammlung (denn in einer Gewerkschaft  waren wir alle) mit sanftem, aber unüberwindlichen Druck dazu animiert. So legten wir alles offen wie ein frommer Katholik bei der Beichte, mit dem Unterschied allerdings, dass unsere Beichte öffentlich stattfand und umfassender war.  

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Also beantwortete ich alle von Ihnen klug und lückenlos zusammengestellten Fragen. Ich  tat es umso bereitwilliger, weil  ich immer mit „Nein“ antworten konnte, ohne dabei auch im geringsten lügen zu müssen. Denn wir, Männer der Wissenschaft wie Sie und ich haben es tatsächlich nicht aufs Geld oder andere Güter, nach denen im Fragekatalog gefragt wird, abgesehen, sondern auf Erkenntnisse. Und die bringen nichts. Nicht war, Herr Kollege Hartz?  

Jedenfalls werde ich von den  weiblichen Holzpuppen, die mit ihrer Übermacht  im Konzern „matrjoschka-online.de“ bestimmen, wo es lang geht,  finanziell  an einer sehr kurzen Leine gehalten.  Ein Kumpel verriet mir, dass auch Sie,  lieber  Hartz, für die Knochenarbeit mit dem Fragenkatalog  keine müde  Kopeke von BK Schröder erhalten hätten, da er meinte, wer in die Tasche der Armen langt, muss es wenigstens gratis tun, sonst schaffe es noch mehr böses Blut.  

Aber ich bin wiederum vom meinem  Thema abgewichen. Denn ich will eigentlich  Sie und Ihre Auftraggeber auf eine Gefahr aufmerksam machen, die ein Staat eingeht, der zu viel Wissen   über seine Untertanen anstrebt. Als ehemaliger Sowjetbürger fühle ich mich zu Ihrer Aufklärung darüber berufen.  

Vorher habe ich kurz erwähnt, dass in der  Sowjetzeit jeder über jeden alles erfahren wollte. Aber im Vergleich zur Neugier  des Staates war es eher ein harmloses Hobby. Obwohl staatlich gefördert.  

Die Neugier des Sowjetstaates erwachte, als er noch in der Wiege lag. Gleich nach der Großen Revolution wollte  er nichts dringender als erfahren, was dieser oder jener Untertan, seine Eltern, Großeltern u.s.w. vor 1917  getrieben hatten. Es wurde ein umfangreicher diesbezüglicher Fragenkatalog  erarbeitet (weniger umfangreich als der Ihrige, lieber Kollege). Dieser wurde jedem vorgelegt, der das Wahlrecht beanspruchte, einen Arbeits- oder Studienplatz begehrte oder einfach in einer Großstadt und nicht auf dem Lande leben wollte. Hat der Frechling zugegeben, dass er oder seine Erzeuger vor der Revolution einer unliebsamen sozialen Schicht angehört hatten, konnte er sich sein Vorhaben an den Hut stecken.  

Diesen Effekt bewirkte bereits die Zugehörigkeit zur Zunft der Pfaffen. Auch wenn es um einen versoffenen Dorfpopen ging, der sich und seine Popin mit  Spenden  der Bauern ernährte.   

Es gab aber auch einen Nebeneffekt, der Sie, lieber Hartz, als Soziologe besonders interessieren  muss. Wie wir beide wissen, war Russland vor der Revolution ein Bauernland. Wenn man aber die Fragebögen auswertete, könnte man daran sehr zweifeln. Weil die überaus meisten Antworten auf die Frage nach der sozialen Herkunft lauteten: Prolet. Lohnarbeiter.  

Also, die Russen logen. Die Überprüfung war aber kaum möglich. So viel Bürokraten hatte das Land nicht. Und unter den Vorhandenen dominierten gerade jene, die sich selbst zurechtfrisieren mussten.  

Das ärgerte die neuen Machthaber sehr. Sie sahen sich in der Annahme bestätigt,  ihren Untertanen dürfe man nicht über den Weg trauen.  

Ihrerseits ärgerten sich auch  die Untertanen, da sie  zusätzlich zu den vielen anderen Schikanen gezwungen wurden, zu lügen. Der Abgrund zwischen  Macht und Volk wurde größer.         

Das war eine der Ursachen des großen Terrors der dreißiger Jahre. Danach richtete sich die Neugier der Staatsmacht weniger auf die soziale Herkunft des Untertanen,  sondern mehr darauf, ob er selbst oder seine Eltern, Geschwister, Tanten und Onkel mal eingelocht worden waren. Entsprechend wurde der neue Fragenkatalog erarbeitet. Noch umfangreicher als der frühere (aber wiederum weniger umfangreich als Ihr musterhaftes Werk, Herr Kollege Hartz).  

Da aber derjenige, der zugab, mal einen Verwandten unter den Verfemten gehabt zu haben,  mit sehr unangenehmen Konsequenzen rechnen musste, wiederholte sich die Geschichte. Sehr zum Verdruss der „Organe“ der Staatsmacht. Denn sie wussten,  wie viel „Volksfeinde“  sie vernichtet, bzw. hinter Gitter gebracht haben.  Sagen wir, zehn Millionen. Aber die Zusammenfassung der Antworten ergab eine viel, viel kleinere Zahl. Das warf ein ungünstiges Licht auf die glorreiche Tätigkeit der „Organe“. Gab den Grund, sie der Unehrlichkeit  zu verdächtigen.  

Erst recht aber die Untertanen, die endgültig das Vertrauen der Staatsmacht einbüssten.  

Eine neue Runde in dem ergötzlichen Spiel zwischen Macht und Volk wurde nach dem großen Krieg 1941- 1945 eingeleitet. Der neue Fragenkatalog war noch dicker (der Ihre ist  trotzdem dicker, Hartz).

Denn er wurde durch die Frage bereichert, ob sich  der Ausfüllende oder seine Verwandten auf dem während des Krieges von den Deutschen besetzten sowjetischen Territorium befanden. Die Bejahung  führte zu Konsequenzen (siehe oben). Aber die Antworten fielen so aus, als hätten die deutschen Streitkräfte nicht die Hälfte des europäischen Russlands, sondern nur ein paar Krähwinkel besetzt.  

Hinter dem Wissensdurst der  Staatsmacht stand der legitime Wunsch,  ihre, von vornherein der Illoyalität verdächtigten Untertanen an den Rand der Gesellschaft abzudrängen. Ihnen keine oder wenig Chancen zu geben, beruflich und erst recht politisch nach oben zu kommen.      

Aber die Mühe wurde nicht vom verdienten Erfolg gekrönt. Ganz im Gegenteil. Millionen Sowjetbürger,  zu falschen Angaben gezwungen, lebten in der Angst, irgendwann  der Urkundenfälschung  überführt zu werden. Nur das Verschwinden des wissbegierigen Staates konnte sie vom Alptraum befreien. Deshalb  wünschten sie ihm sehnlichst den Untergang.  

So machte sich  der zweitstärkste Staat der Welt  bei den   eigenen Untertanen sehr unbeliebt. Deshalb wurde  er zum Golem, zum Riesen auf tönernen Füssen.  

Als er zusammenbrach, weinte ihm keiner nach. Oder nur wenige.  

Zu seinen Totengräbern gehörten übrigens seine Führer. Gorbatschow, Jelzin und viele, viele andere. Drolligerweise hatten sie alle eine Leiche im Schrank. Einen oder mehrere Verwandte, den oder  die sie angeben mussten aber verschwiegen. Der Untergang des Staates, der zu viel über seine Untertanen wissen wollte, erlöste sie vom Alptraum, mal mit unaufrichtigen Angaben  konfrontiert zu werden.  

Was lehrt uns diese Story, Herr Kollege? Sie lehrt uns, dass man seine Untertanen nicht zu viel fragen soll. Je weniger, desto besser. Also, Hartz, давай,  давай,  bevor es zu spät ist. Los! Los! Kürze deinen Fragenkatalog!!   

Mit kollegialem Gruß, Iwan Matrrjoschkin, Esq.

5.8.04

Unser Chefanalytiker, Iwan Matrjoschkin, Esq., geruhte sich zu den jüngsten Abstimmungsergebnissen im Deutschen Bundesrat zu äußern.   Er schreibt :  

Die Abstimmungsergebnisse waren zu erwarten. Sie wurden von einem Kompromiss zwischen Regierungskoalition und Opposition vorbereitet. Das Reformprogramm der Bundesregierung kann jetzt noch in einem Punkt realisiert werden. So weit, so gut. Unser matrjoschka -team  gratuliert.  

Etwas bedenklich kommt uns  aber die Spaltung des Bundesrates. Bekanntlich haben die alten Bundesländer den Vorschlag der Regierung unterstützt, die neuen  abgelehnt.  Diese und jene traten  geschlossen auf. Ungeachtet dessen, welche Partei  in diesem oder jenem Landtag die Mehrheit  stellt und damit dieses Bundesland  auch im Bundesrat vertritt. Die Scheidelinie verlief  somit nicht nach politischen, sondern eher nach geographischen Kriterien. Hier die alten Bundesländer, dort die neuen.  

Da sehr bescheiden, masse ich mir  nicht an, sich ein Urteil darüber abzugeben,  welche Seite in diesem Streit recht hatte. Sowohl die Befürworter  der Reform, als auch ihre Kritiker führten   Argumente an, die    etwas für sich haben. Die Abstimmung im Bundesrat lässt dennoch eine Schlussfolgerung zu, die über den Anlass    hinaus geht. Es betrifft das deutsche Föderalismusmodell. Obwohl es sich in den Nachkriegsdezennien gut bewährt hat, erweist es sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands  nicht immer als problemlos. Besonders bei der Überwindung der Folgen der gewesenen deutschen Zweistaatlichkeit.  

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Trotz aller gut gemeinten Bemühungen  der Bundesregierung, der Wirtschaft im Osten aus der Talsohle zu helfen, hängen die neuen Bundesländer am Tropf. Um den Kollaps ihrer sozialen Systeme  zu vermeiden, brauchen  sie  Zuschüsse. Deren überwiegender Anteil  muss aber von den viel reicheren alten Bundesländern gewährt werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese, trotz der  üblichen Solidaritätsrhetorik, versuchen,  ihre Hilfeleistung so niedrig wie möglich zu halten. Insbesondere in  Zeiten wirtschaftlicher Flaute und leerer Kassen.  

Die deutschen Probleme sind in vielem  ganz anders als die russischen.  Aber auch Russland kennt den elementaren Egoismus seiner reicheren Regionen und ihren Unwillen, den ärmeren unter die Arme zu greifen. Das war ein wesentlicher Grund, warum Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion  vor der Gefahr stand, auch zu zerfallen. Erst nach dem letzten Machtwechsel im Kreml wurde diese Gefahr weitgehend behoben. Jetzt müssen alle Regionen sich in die Gesamtpolitik Russlands einbinden lassen. Der Willkür und dem Egoismus  wurde ein Riegel vorgeschoben.  

Man hätte darüber an dieser Stelle nicht zu sprechen brauchen, wenn sich einige, selbsternannte Ratgeber Russlands in Deutschland etwas bescheidener mit ihren Empfehlungen aufführten.  Aber das deutsche Föderalismusmodell wurde  Russland so aufdringlich auf die Nase gebunden, als wisse man in dieser oder jener deutschen Institution besser, was Russland in dieser und nicht nur in dieser Hinsicht braucht. In manchen Äußerungen wurde die Übernahme des deutschen Modells  zum non plus ultra   der Partnerschaft mit Russland erhoben.

Dieses Herangehen an den sonst begrüßenswerten Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und Russland ist falsch. Auch ein gutes Modell  funktioniert nicht unter allen Umständen. Nicht einmal in dem Land, wo es entworfen wurde, geschweige denn in einem fremden Land. Es darf deshalb nicht aufgedrängt werden. Allheilmittel, die sich jeder Zeit und überall bewähren,  gibt es in der Politik genauso wenig wie in der Medizin. 

Aber zurück zur Abstimmung im Bundesrat.  In einer Erklärung sagte Bundeskanzler Schröder, jetzt komme es darauf an, dass der Streit zwischen den neuen und den alten Bundesländern nicht weiter ausgetragen wird. Da  die Würfel gefallen sind, sollen die zerstrittenen Parteien  an einem Strang ziehen.  

In Russland würde man natürlich begrüßen, wenn die so schwer wiedererrungene staatliche Einheit Deutschlands nicht beeinträchtigt wird. Das würde den strategischen Partner nur stärken. Und ein starkes Deutschland wird in Russland genauso erwünscht, wie hoffentlich ein starkes Russland in Deutschland. 

11.7.04

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